Rural Youth Europe: Rural Youth Forward Conference
European Rural Youth Forward Conference 2026
Nachbericht von Martin Schachner
Vom 24. Februar bis zum 01. März 2026 fand die European Rural Youth Forward Conference 2026, „From Vision to Action“, in Piloña, Asturien, statt, an der auch drei Mitglieder der Landjugend Österreich teilnahmen. Über 100 junge Führungskräfte aus ländlichen Regionen, politische Entscheidungsträger und Vertreter von Jugendorganisationen aus ganz Europa kamen zusammen, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen des ländlichen Raums zu erarbeiten.
Die Konferenz, organisiert von Rural Youth Europe (RYE) in Zusammenarbeit mit EPA!, Rural Youth of Spain, bot uns die Gelegenheit, mit anderen Jugendlichen und Fachleuten aus ganz Europa zusammenzukommen und die aktuellen Herausforderungen in den ländlichen Regionen zu diskutieren. Besonders betont wurde die Bedeutung des Engagements junger Menschen, um praktische Lösungen für ländliche Gemeinschaften zu entwickeln. Im Rahmen der Veranstaltung konnten wir nicht nur wertvolle Einblicke in die unterschiedlichen Probleme der ländlichen Gebiete erhalten, sondern auch sehen, wie Organisationen in anderen Ländern arbeiten und welche innovativen Lösungsansätze sie entwickeln.
Der erste Tag der Konferenz wurde von Ministerpräsident Pedro Sánchez eröffnet, der die Bedeutung der Jugendbeteiligung unterstrich. Die folgenden Tage waren geprägt von intensiven Diskussionen, bei denen wir als Delegation aus Österreich die Gelegenheit hatten, unsere Perspektiven und Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.
Ein Highlight der Veranstaltung war die Präsentation der Studie „Here to stay? The transitions of rural youth before and after the Covid-19 pandemic“, die die aktuellen Bedürfnisse und Herausforderungen der ländlichen Jugend in Europa untersuchte. Die Erkenntnisse aus der Studie bildeten die Grundlage für darauf folgende Workshops. Gemeinsam mit anderen Teilnehmern wurden praktische Lösungen erarbeitet, die in unseren ländlichen Gemeinschaften umgesetzt werden können, wie zum Beispiel eine Verarbeitungsgemeinschaft, die es ländlichen Produzenten ermöglicht, ihre Produkte legal zu verarbeiten und zu verkaufen, oder ein wiederkehrendes Schulprogramm, das Schüler*innen mit Vorbildern und politischen Akteuren verbindet.
In dieser Woche hatten wir die Gelegenheit, mit anderen jungen Menschen über deren Herausforderungen und Lösungen zu diskutieren und dabei die Vielfalt der Ansätze zur Förderung des ländlichen Raums in Europa kennenzulernen. Besonders spannend war es, die Synergien zwischen den verschiedenen Organisationen und ihren Aufgabenbereichen zu erkennen und zu sehen, wie innovative Lösungen in den ländlichen Regionen nachhaltig zur Stärkung der Gemeinschaften beitragen. Am Ende der Veranstaltung wurde uns klar, wie engagiert die Jugend in ganz Europa ist und welche Schlüsselrolle sie nicht nur als Empfänger von Unterstützung, sondern auch als Unternehmer, Innovatoren, Dienstleister und Gestalter des sozialen Zusammenhalts spielt. Diese Erfahrung war eine Bereicherung für unsere Arbeit in der Landjugend, sowie auch eine persönliche Bereicherung, da wir viele neue Ideen mitnehmen konnten. Insgesamt war es eine spannende Zeit, in der wir nicht nur neue Kontakte knüpfen konnten, sondern auch die Lösungsansätze aus anderen Ländern und das beeindruckende Engagement der europäischen Jugend für die Zukunft des ländlichen Raums erfahren haben.
Fotocredits:
Bild 1, Bild 2: EPA!/Santiago De La Vega
Bild 3, Bild 4: Rural Youth Europe