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Erfahrungsberichte unserer internationalen landwirtschaftlichen Praktikant*innen

 

Mehr als 300 Schüler*innen aus landwirtschaftlichen Schulen in ganz Österreich haben in den letzten Wochen bereits ihr internationales Praktikum gestartet. Dabei sammeln die Schüler*innen tolle Erfahrungen, lernen fremde Kulturen, Sprachen und Länder kennen. Die Reise geht dabei in Länder wie Irland, Dänemark, Schweden und Deutschland. Sie absolvieren ihr Praktikum mit einer Dauer zwischen 4 Wochen und einem Jahr.

 

 

 

 


IRLAND

 

Helena: "Vor vier Wochen bin ich in Irland angekommen. Vom Flughafen in Dublin ging es weiter mit dem Bus nach Limerick, wo ich von Veronica freundlich empfangen wurde. Ich bin von Anfang an nett aufgenommen worden und wurde sofort in die Familie integriert.

Nach einigen Tagen hat sich auch schon eine Arbeitsroutine entwickelt. Melken der Kühe, Kälber füttern, Ponys pflegen, Zäune reparieren, Heuarbeit und Unkrautbeseitigung gehören zu meinem Tagesablauf. Besonders gut gefällt mir die Arbeit mit dem Connemara-Ponys. Longieren der Jungstute Abbey um die Fohlen kümmern und die Betreuung von Hengst Cliff sind unter anderem meine Aufgaben.

An den Wochenenden habe ich immer frei und ich konnte mir bis jetzt auch schon Einiges anschauen. Nicht nur die Städte Limerick, Adare und Kinsale, sondern auch die wunderschöne Region Connemara durfte ich schon sehen. Ein Highlight für mich war ein Irish Music Abend in Miltown Malbay. Weiters habe ich gemeinsam mit meiner Gastfamilie Pferdeschauen und -versteigerungen in Charleville, Cork und Listowel besucht.  

Jeden Mittwoch habe ich die Möglickeit in Patrickswell am Radfahrtraining teilzunehmen, wo ich schon viele neue Leute kennenlernen konnte. Besonders gut an Irland gefällt mir die offene und lustige Art der Menschen. Man fühlt sich sofort zugehörig und wird immer aufgefordert überall mit dabei zu sein.

Ich freue mich auf die weiteren Wochen in Irland und hoffe noch so Einiges zu erleben."

 


 

Ilona:"Mein Praktikum hier in Irland ist einfach grandios. Die Hauptarbeit auf der Ziegenfarm ist das händische Melken der Ziegen. An manchen Tagen gehen wir mit den Ziegen in ein Stechginsterfeld, wo wir sie dann für einige Stunden hüten. Dort habe ich viel Zeit die Tiere zu beobachten und kennenzulernen.
Sonstige Routinearbeiten sind Futter herrichten, diverse Putzarbeiten und Heu einfüttern. In meiner Freizeit genieße ich die Insel auf verschiedenen Spaziergängen und habe manchmal das Glück Vögel, Robben oder Delfine zu beobachten."

 


 

Xaver: "Alfred und ich haben am 12.Juni mit unserm Praktikum gestartet und haben bis jetzt schon Vieles erlebt und Erfahrungen gesammelt. Da wir auf einer Bio-Gemüsefarm arbeiten sind Arbeiten wie die Ernte des Gemüses und Beikraut jäten oft zu erledigen. Aber sonst gestaltet sich unsere Arbeit jedoch sehr unterschiedlich.
Dennoch besteht keinerlei Mangel an Freizeit, denn an den Wocheneden haben wir Zeit und die Möglichkeit, gemeinsam mit unseren vier französischen Mitbewohnern, Irland zu erkunden, was unseren Kultur- und Sprachkenntnissen sehr zugute kommt. Denn auch in den nächsten Wochen ist noch Vieles geplant…"

 


NORWEGEN

 

Philomena: "Schon vom ersten Tag an, hat mich meine Gastfamilie in ihrer Mitte aufgenommen. Neben der harten Arbeit im Silo oder bei den Äpfelbäumen zeigt mir meine Familie aber auch die vielen schönen Seiten von Norwegen und ihrer Kultur. Besondere Highlights waren das Pflanzen von 1600 neuen Äpfelbäumen, die Wanderungen auf die Alm und natürlich noch viele mehr. Ich freue mich schon sehr darauf diese Liste fortzusetzen."

 


 

Lena: "Meine Zeit hier in Norwegen ist einfach traumhaft. Zu meinen Arbeiten gehören das Melken und Füttern der Kühe und die Pflege der Kälber. Trotz dieser Routinearbeiten sieht jeder Tag anders aus und ich habe die Möglichkeit so viele verschiedene Arbeiten zu erledigen. Also wirdes nie langweilig. Meine Freizeit verbringe ich mit meiner Gastfamilie, die mich mit offenen Armen aufgenommen hat und viele Ausflüge mit mir unternimmt. Ich genieße es in vollen Zügen hier sein zu dürfen und diese Erfahrungen zu machen."

 


 

Juliane: "Die Landschaft hier ist wunderschön, jedoch konnten wir noch nicht so viel sehen, weil es gerade sehr viel regnet. Die Arbeit, welche wir machen müssen, ist entspannt und es gibt keinen wirklichen Zeitdruck. Unsere Gastfamilie ist nicht wirklich groß, sie besteht nur aus einem älteren Paar und deren Sohn. Wir müssen jeden Tag kochen."

 


Dänemark

 

Stefanie: "Nach meinen ersten vier Wochen hier in Dänemark kann ich auf jeden Fall sagen, dass mir das Arbeiten viel Freude bereitet. Ich werde in den verschiedensten Bereichen eingesetzt und es ist sehr abwechslungsreich. Auch meine Hostfamilie ist sehr nett und bemüht. Im Umgang mit den Kühen (300 Stück) bin ich nun auch schon geübt."

 


 

Martin: "Auf dem Betrieb ist Einiges zu tun. Da er das Lohnunternehmen hat, wird mir nie langweilig und ich habe Spaß an der Arbeit. Meine Hauptaufgaben drehen sich um das Grünland (Mähen, Zetten, Schwaden und Pressen); ich liebs. Da bei uns erst in ein paar Wochen die Ernte startet kann ich zur Feldarbeit noch Nichts sagen. Eins ist klar, die Landjugend / Organisation in Dänemark hat einen super Job gemacht, weil dieser Betrieb genau zu mir passt und die Familie einfach herzig und liebevoll ist. Das Land ist ebenfalls recht interessant und ich lieb den Strand."

 

 

 


ISLAND

 

Maria: "Mir gefällt es wahnsinnig gut hier in Island. Ich bin hier mit zwei Freundinnen und wir haben jede Menge Spaß. Unsere Gastfamilie hat uns freundlich empfangen und es sind alle sehr nett (und sie kochen wirklich lecker ????). Wir drei Mädels haben unser eigenes Haus am Hof, wodurch wir auch unter uns sein können. Wir helfen im Stall, bei den Mäharbeiten, beim Gäste betreuen (kochen und Haus putzen) und alles was sonst noch ansteht. Bereits zweimal durfte ich bei Reittouren mitreiten, bei denen wir für jeweils eine Woche mit 25 Pferden zum Cottage der Familie ritten. Dort habe ich auch neue Leute kennengelernt, die alle aus unterschiedlichen Ländern stammen. Vor zwei Wochen besuchten wir das bekannteste Islandpferde-Festival der Insel, Landsmot. Mit zwei Schulkameradinnen, die ebenfalls ihr Praktikum in unsere Nähe machen, unternahmen wir einen Ausflug auf die Vestmannaejar-Inseln wo wir auf den Vulkan wanderten und uns das Eldheimar Museum anschauten.

Ich bin sehr froh, dass ich mich für ein Praktikum im Ausland entschieden habe und bin schon gespannt, was ich die restlichen Wochen noch alles erfahren darf."

 


 

Katharina: "Seit dem 4. Juni bin ich in Island. Anfangs war ich ein bisschen geschockt, da Island dann doch ziemlich anders ist als Österreich – die wenige Bevölkerung und die Landschaft. Aber mittlerweile habe ich mich sehr gut auf meiner Farm eingelebt und verstehe mich auch mit der Familie total gut. Wir machen regelmäßig Ausflüge und Filmabende und sie probieren mir soviel wie möglich von Island zu erzählen und zu zeigen. Die Arbeit hier auf den Milchviehbetrieb gefällt mir auch gut. Ich gehe morgens und abends in den Stall – die Zeiten sind hier unterschiedlich da wir einen Melkroboter haben und somit flexibler sein können. Wir haben außerdem auch Pferde, Hasen und Hühner die versorgt werden müssen. In den 2 Gewächshäusern fällt auch etwas Arbeit an und da es ihnen wichtig ist auch die Fläche, die sie haben, so gut wie möglich zu nutzen, pflanzen wir an den Stellen, an denen man keine Felder machen kann, Bäume. Soweit haben wir schon um die 800 gepflanzt, jetzt fehlen noch 4200. Es kommen auch regelmäßig die verschiedensten Leute zu Besuch – Freunde aus Island aber auch aus Deutschland und Frankreich – und somit konnte ich mich auch schon recht viel austauschen. Ich habe mir auch schon eine ganze Woche frei genommen, um mit einer Freundin die Umgebung Reykjaviks zu erkunden – dabei machten wir Trips in den Süden, zum Golden Circle und auf die Halbinsel Snaefellness."

 


Finnland

 

Hannes: "Neben den Arbeiten im Stall bekomme ich auch viel von der anderen Kultur und der schönen Landschaft in Finnland mit. Trotz abwechslungsreicher und auch vieler Arbeit, darf die Freizeit nicht zu kurz kommen. Ich bin sehr glücklich und freue mich noch auf meine restliche Zeit hier in Finnland."

 


Schweden

 

Anna: "Ich absolviere mein 14-wöchiges Praktikum gemeinsam mit Johanna, welche die HBLA Elmberg besucht, auf der Österfors Farm in Mittelschweden. Die Familie, welche diese Farm besitzt, hat noch einen anderen Betrieb, den Hauptbetrieb mit ca. 300 Milchkühen. Die Österfors Farm ist der Zweitbetrieb und wird von der ältesten Tochter der Familie verwaltet. Auf diesem Betrieb werden um die 120 Milchkühe und ein Teil der Nachzucht gehalten. Die Kühe werden hier dreimal am Tag gemolken und kommen jeden Tag auf die Weide, da in Schweden Weidehaltung Pflicht ist. Die Kalbinnen werden draußen auf verschiedenen Weiden gehalten und des Öfteren passiert es, dass Tiere ausbrechen und wieder eingefangen werden müssen, da die Zäune teilweise nicht so sicher sind. Unsere Hauptaufgaben sind das Melken der Kühe, die Versorgung der Kälber und an manchen Tagen erledigen wir Arbeiten draußen rund um den Betrieb, wie zum Beispiel das Umstellen von Tieren, Stallwaschen oder Sonstiges. Der Betrieb hat außerdem Angestellte, welche sehr nett sind. Die Kühe werden in einem Side-by-Side Melkstand gemolken und die Liegeboxen werden mit Torf eingestreut. Torf ist sehr hygienisch und einmal in der Woche werden die Liegeboxen komplett neu eingestreut und vor dem neuen Einstreuen sogar mit einem Laubbläser abgeblasen. Der Betrieb achtet sehr auf Hygiene und hat deswegen sehr geringe Zellzahlen.
Schweden ist ein sehr schönes Land und das Praktikum hier gefällt mir sehr gut. Ich denke, dass ich hier viel lernen kann und mich mein ganzes Leben daran erinnern werde."

 


 

Nicole: "Vielen Dank der Nachfrage. Ich habe mich hier gut eingelebt und die Familie ist sehr nett. Das Praktikum ist sehr interessant und einmal etwas Neues. Die Landschaft hier ist wunderschön. Außerdem bin ich sehr froh, dass ich mit einer Freundin hier bin. Unteranderem kommen wir auch viel umher. Es ist eine wunderbare Erfahrung und man muss sagen, dass man sein Englisch durch solch ein Praktikum sehr gut verbessern kann."

 


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