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Salzburg

Die Projekte aus Salzburg

Regionalprojekte

Vom Feld ins Glas – damit es länger schmeckt! - Landjugend Mattsee

Alle zehn Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Mangel- und Unterernährung. Kaum vor-stellbar, dass allerdings alleine in Österreich jährlich 150.000 Tonnen Lebensmitteln verschwendet werden. Die Kuriosität an der Geschichte ist, dass es sich bei diesen Lebensmitteln nicht um ver-dorbene oder ungenießbare handelt – sondern diese einfach oftmals nicht mehr den Kundenwün-schen oder Frische-Normen entsprechen.
Die Landjugend Mattsee wollte gegen das Phänomen der Lebensmittelverschwendung wirken und entwickelte so die Projektidee, Lebensmittel zu verwerten, die ansonsten den Weg in den Müllei-mer gefunden hätten. Nach umfangreicher Recherche stieß das Projektteam auf Flachgauer Ge-müsebauern, die frische Lebensmittel abzugeben hatte, welche nicht verkauft werden konnte. Da-raus entstanden Chiliöl, Chutneys, verschiedene Aufstriche und vieles mehr. Die zusätzlich benö-tigten Zutaten wurden von regionalen Betrieben bezogen. Außerdem wurde eine Broschüre mit passenden Rezepten und Methoden zur längeren Aufbewahrung frischer Lebensmittel erstellt. Die Grundlage für den Inhalt der Borschüre wurde mittels Wissen von den Großeltern, Eltern und aus Internetrecherchen gesammelt. Um mit gutem Beispiel voran zu gehen, wurden beim alljährlichen Bauernherbstfest über 100 Produkte aus verwertbaren Lebensmitteln gegen eine freiwillige Spen-de verteilt. Außerdem erhielt jede/r Interessierte eine passende Broschüre für Zuhause. Der Erlös aus den freiwilligen Spenden erging an die Flachgauer Tafel – ein gemeinnütziger Verein, welcher bedürftigen Familien Lebensmittel stark verbilligt anbietet.

 

3 Fakten zum Projekt

1. 15-seitige Broschüre zur richtigen Verwertung von Lebensmitteln
2. Ausgabe von über 100 selbsthergestellten Produkten aus frischen Lebensmitteln zweiter Wahl
3. Nacht-und Nebel-Verteilaktion der Broschüre zu über 500 Hauhalten in der Gemeinde

 

 

 

 

 

 

 

Bauernherbstrundweg – Altes Handwerk neu erleben  - Landjugend Maishofen

Im Rahmen des Salzburger Bauernherbstes, welcher sich von Ende August bis Ende Oktober erstreckt, ist das Salzburger Land ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen. In über 70 Gemeinden der insgesamt 119 Ortschaften werden Bauernherbstfeste gefeiert. So auch in Maishofen. Dabei kam die Landjugend Maishofen auf die Idee, den Einheimischen sowie Urlau-bern aus Nah und Fern an vielbefahrenen Straßen im Ort das alte Handwerk sowie gelebte Tradi-tionen in Form eines Heufigurenrundweges vorzustellen. Der Heufigurenrundweg beinhaltet sechs Stationen und führt durch ganz Maishofen. Zudem wurde jede Station separat erklärt und eine Landkarte des Rundweges erstellt. Die Landkarte wurde in Form eines Folders an alle Haushalte in Maishofen versandt. Folgende Stationen sind im Rahmen des Heufigurenrundweges ersichtlich:

  • Alte Nähkunst sowie tägliche Hausarbeit
  • Musikantenstammtisch
  • Heuarbeit „anno dazumal“
  • Forstarbeiten mit Pferd „anno dazumal“
  • Auf der Jagd – die Kunst der Salzburger Jäger
  • Altes Handwerk – die Kunst des Pinzgau Zauns‘

Die Akteure im Heufiguren-Rundweg sind – wie der Name schon sagt – über 17 Heufiguren und ein Heupferd. Dabei wurde ebenfalls auf die passende und traditionelle Kleidung und Elemente wie Instrumente, Tische, Stühle, etc geachtet. Der Rundweg kann entweder zu Fuß oder per Rad erkundet werden. Jede Station erzählt ihre eigene Geschichte und geht auf die Tradition bzw. auf das Handwerk, welches dahinter steckt, ein.

 

3 Fakten zum Projekt

1. 6 Stationen mit gelebtem Brauchtum in Verbindung mit altem Handwerk
2. 16 km langer Heufiguren-Rundweg
3. Erklärung des alten Handwerks mittels Infotafel an alle sechs Stationen

 

 

 

 

 

 

Ein neuer Brunnen für die Neumarkter Au – Gemeinsam ein Stück Neumarkt
gestalten und beleben - Landjugend Neumarkt am Wallersee

 

Durch die Au führt eine Straße, die bei Radfahrern und Fußgängern sehr beliebt ist. Diese Straße ist ein wunderbarer Radweg abseits jeden Trubels durch herrliche Wälder und saftigen Wiesen, den man unbedingt gefahren sein muss. Sehr viele Vorbeispazierende und Vorbeifahrende ma-chen bei der Jägerwiese oftmals eine kurze Trinkpause. Dort befindet sich schon seit über 20 Jah-re ein Wasserbrunnen. Der Zustand des Brunnens ist allerdings sehr marode.
Aus diesem Grund hat sich die Landjugend Neumarkt entschlossen, den Brunnen neu zu gestal-ten. Da allerdings das Wissen über die richtige Holzverarbeitung bei vielen Mitgliedern nicht mehr vorhanden ist, wurde die Idee geboren, zunächst einen Holzverarbeitungs-Workshop durchzufüh-ren. Der Workshop gliederte sich in 16 Einheiten und insgesamt 48 Stunden. Im Workshop wur-den die Themen wie Werkzeugkunde, Materialkunde und der richtige Bau des Brunnen behandelt und bearbeitet.
Zunächst wurde gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer ein passender Baum in der Nähe des Brunnens gefällt. Der 1,2m dicke Baumstamm durchlebte viele einzelne Arbeitsschritte, bis dieser endlich an seinen Platz aufgestellt werden konnte. Als Verzierung trägt der Brunnen das LJ-Logo und ein Schindeldach, welches an der Auslaufsäule angebracht wurde. Der Brunnen wurde neben einem Insektenhotel platziert, welches Insekten ein Zuhause und Schutz vor gefähr-lichen Tieren geben soll. Durch die beiden Bauelemente wurde ein „Landjugend-Platz“ geschaffen.

 

3 Fakten zum Projekt

1. Holzverarbeitungs-Workshop
2. Brunnen mit Quellwasser – Wasser des Lebens
3. Landjugend-Platz mit Insektenhotel und Wasserbrunnen

 

 

 

 

 

 

Auch mit Beeinträchtigung kreativ und hoch zu Ross - Landjugend Pfarrwerfen

Wieso werde ich anders behandelt? Personen mit Beeinträchtigungen erfahren sehr oft eine so-ziale Ausgrenzung ihrer Umgebung. Aber wieso ist das so? Die Landjugend Pfarrwerfen hat sich darüber Gedanken gemacht und wollte mit ihrer Projektidee diesem Vorurteil entgegenwirken. Der passende Ort dazu fand sich beim integrativen Feriencamp. Dabei erleben knapp 40 Kinder im Alter von 4 bis 15 Jahre mit und ohne Beeinträchtigung drei Wochen voller Action, Spaß und Freude. Die Landjugend Pfarrwerfen übernahm dabei für einen Tag die Programmgestaltung des Feriencamps. Das Programm wurde dabei sowohl auf die Grob- und Feinmotorik, als auch die Kreativität und die Steigerung des Selbstbewusstseins abgestimmt und konzentrierte sich beson-ders auf die Inklusion aller Gruppenmitglieder. Gesunde Kinder standen dabei den beeinträchtigen helfend zu Seite und unterstützten sie in der Ausübung der Aufgaben. Daraus ergab sich folgen-des Programm:

 

  • Reitkurs: Unterstützung der Körpermotorik im Einklang mit dem Pferd, Steigerung des Selbstvertrauens durch gegenseitiges Vertrauen von Mensch und Tier sowie Abbau von Ängsten
  • Basteln von Marzipanfiguren: Sensibilisierung der Feinmotorik und des „Fingerspitzenge-fühls“, Raum für Kreativität und Inspiration, Gefühl des Erfolges nach erfolgreicher Umset-zung
  • Gemeinsame Singrunde: ein jeder Mensch besitzt eine „Stimme“ – jeder Mensch ist beim Singen gleich; das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder wurde gestärkt und intensiviert
  • Gemeinsamer Abschluss mit Jause: ein Gruppenfoto als Erinnerung soll die positiven Gedanken an das Erlebnis und die persönlichen Erfahrungen für lange Zeit stärken

 

3 Fakten zum Projekt

1. Starker Zusammenhalt von 40 Kindern mit unterschiedlicher Persönlichkeitsbildung
2. Fingerspitzengefühl der knapp 20 Landjugendmitglieder
3. Über 45 kreative Marzipan-Figuren wurden von den Kindern geformt.

 

 

 

 

 

 

Bauernhöfe im Wandel der Zeit - Landjugend Uttendorf im Pinzgau

1.849 Bauernhöfe werden aktuell im Pinzgau bewirtschaftet. Die Betriebszweige sind dabei sehr unterschiedlich und reichen von Milchkühen, Mutterkuhhaltung bis hin zur Pferde- oder Ziegen-zucht. Viele der Landwirtschaften sind das Resultat harter Arbeit über Generationen. Besonders in den letzten Jahrzehnten veränderten sich viele Bauernhöfe, dem neuesten Stand der Technik konnte man nicht mehr folgen.
Die Geschichten und Traditionen hinter den einzelnen Landwirtschaften treten mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund. Diesen Gedanken nahmen die Mitglieder der Landjugend Uttendorf zum Anlass, um ein Projekt der besonderen Art zu formen. Für die Ortsgruppe stand dabei im Vorder-grund, etwas Sinnvolles, Bleibendes, für alle Generationen Interessantes und in vielen Jahren noch Gefragtes zu entwickeln. Das Projektziel der Ortsgruppe war schnell festgelegt: Ein Buch über die Landwirtschaften in Uttendorf und im Nachbarort Niedernsill.
Mit einem Fragebogen im Gepäck besuchten die Mitglieder über 160 Landwirtschaften in ihrer Umgebung. Ziemlich schnell stand fest: Der Wandel der Zeit nahm zahlreiche große, aber auch kleinere Veränderungen in der Größe des Betriebs, der EigentümerInnen oder Bewirtschaftungs-formen mit sich. Anhand von Textmaterial und Bildern konnte die mehr oder wenigere Verwand-lung noch besser dargestellt werden. Das Buch wird im Rahmen eines Mundart-Abends in Utten-dorf vorgestellt. Der Erlös aus den verkauften Exemplaren kommt bedürftigen Familien in Uttendorf und Niedernsill zugute.

 

3 Fakten zum Projekt

1. Vorstellung in Rahmen eines Mundart-Abends
2. Erstellung eines Buches über 160 Landwirtschaften in Uttendorf und Mittersill
3. Lebenswerke über Generationen werden vor den Vorhang geholt

 

 

 

 

 

 

Landesprojekt

Salzburg erleben - Landjugend Salzburg

Im Rahmen des Jahresschwerpunktthemas 2017/18 „Vielfalt Regionalität – Salzburg & seine Qualität“ legte die Landjugend Salzburg in diesem Jahr unter dem Titel „Salzburg erleben“ den Fokus auf die Besonderheiten der 119 Gemeinden. Das Projekt unterteilt sich in drei Teilbereiche:


Das Landjugend-Wissensbrettspiel „Streifzüge durchs Salzburger Land“ beinhaltet Fragen zu geschichtlichen Details, unbekannte Sagen rund um Salzburg, die Bezirke und Ortschaften und wurde über den bekannten Spielehersteller Piatnik produziert. Das Brett-spiel wurde zu Schulbeginn im Rahmen von Schulworkshops über Salzburg in unterschiedli-chen Schulen vorgestellt.


Außerdem machten sich zahlreiche Landjugendmitglieder im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Salzburg erleben“ auf die Reise durch das Bundesland. Es wurde bereits die Salz-burger Federkielstickerei besichtigt und eine Altstadtführung mit dem Titel „Salzburg für Salzburger“ sorgte für Begeisterung. Spannende Themen warten noch auf die Mitglieder: der Russenfriedhof in St. Johann, der Heilstollen im Gasteinertal, die Kaffeerösterei Tridor, der UNESCO Biospährenpark „Reine Lungau“ und eine „Stille Nacht“-Führung.


Den krönenden Abschluss macht die Organisation eines Bauernherbst-Festes vor der Red Bull Arena. Fußballbegeisterte ZuschauerInnen erhalten die Möglichkeit, in den Zauber des Salzburger Bauernherbstes einzutauchen, vor dem Fußballspiel der Salzburger Kultur sowie dem alten Handwerk auf die Spur zu gehen und sich mit regionalen Köstlichkeiten zu verwöhnen.


3 Fakten zum Projekt

1. 1.000 Wissensbrettspiel „Streifzüge durchs Salzburger Land“
2. Salzburgs Vielfalt erleben
3. Bauernherbst mit der Landjugend Salzburg zu Gast in der Red Bull Arena

 

 

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