LJ Bogen

Erfahrungsberichte - Praktikum Europa

6 Monate in Norwegen

Caroline erzählt über ihr Praktikum ...

 

"Mein Name ist Caroline Dorner und ich bin siebzehn Jahre alt. Ich komme aus Perchtoldsdorf, das ist in Niederösterreich südlich von Wien.

 

Da meine Mama ein Blumengeschäft und mein Bruder gemeinsam mit meinem Onkel eine Gärtnerei hat, war das Thema Floristik/Zierbau schon immer sehr aktuell in meiner Familie. Ich wusste früher nie wirklich was ich später mal machen wollte, also entschied ich mich für das Familienbuisness, bei dem sich herausgestellt hat, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Mit vierzehn kam ich dann also in die Gartenbaufachschule Langenlois in der Nähe von Krems, wo auch schon mein Bruder und Onkel waren. Dort ist es so, dass alle Schüler in den ersten zwei Jahren alles haben von Floristik zu Garten- und Landschaftsbau bis hin zur Produktion und theoretischen Fächern wie Deutsch, Mathe, Betriebswirtschaft und vieles mehr. Im dritten Jahrgang müssen wir dann ein 12-monatiges Praktikum absolvieren in einem Betrieb unserer Wahl. Dieser kann innerhalb aber auch außerhalb Österreichs sein. Ich entschied mich für halbe-Halbe. Sechs Monate in Salzburg in der Blumengalerie Awender in Wals und die anderen sechs Monate in Oslo, Norwegen, in der Firma Finn Schjoll Event mit meiner besten Freundin Julia.

Zusätzlich müssen wir ein Praxistagebuch führen und verschiedene Ergänzungsblätter ausfüllen bei denen wir den Betrieb beschreiben und die Seiten dann in einer Mappe sammeln und am Anfang der 4. Klasse abgeben. Wenn wir ins Ausland gehen, müssen wir einen Blog schreiben, und das haben Julia und ich sehr genossen, da es auch mal etwas anderes war.

Weshalb wir uns für Norwegen entschieden haben, da bin ich mir gar nicht mehr so sicher ich denke, es war einfach das einzige Land, das uns am meisten zugesagt hat.

Am 05.01.2018 startete unsere Reise für 6 Monate. Wir waren so aufgeregt, da noch niemand von uns je zuvor in Norwegen war. Somit wussten wir auch nicht worauf wir uns gefasst machen mussten. Ich packte also für den tiefsten Winter mit mindestens 50 Pullovern und dicken Socken, da ich mir Skandinavien immer mit Bergen voll Eis und Schnee vorstellte, wo es mindestens immer Minusgrade hat. Jedoch musste ich auch schon für den Frühling und Sommer packen da ich vor Mai nicht nach Hause gekommen bin. Also können Sie sich vorstellen wie schwer es war Gewand von 3 verschiedenen Jahreszeiten auf 23 kg Koffer und 8kg Handgepäck zu komprimieren. Es war eine Herausforderung die ich Gott sei Dank gut gemeistert habe.

Vom Flughafen hat uns dann unsere Gastmutter Therese abgeholt. Sie arbeitet auch in der Firma Finn Schjoll Event, ist allerdings im Büro zuständig, da sie Teilinhaberin des Geschäftes ist. Danach ist sie mit uns auf eine Einkaufsstraße gefahren, wo wir das wichtigste wie Shampoo, Duschgel und Essen einkaufen konnten. Der erste „Schock“ war als wir die Preise gesehen haben. Es steht ja logischerweise alles in norwegischen Kronen und nicht in Euro. Also wenn stand: 45,9 für eine Packung Taschentücher dachte vor allem ich zuerst: Was!? 45,90 Euro für Taschentücher? Bis ich realisiert habe, dass es Kronen waren. Auch ist es im Winter sehr dunkel gewesen. Die Sonne ging erst gegen neun oder zehn in der Früh auf und um drei oder vier war sie schon wieder herunten. Deshalb war es sehr schwer am Morgen aufzukommen, da es sich anfühlte als wäre es mitten in der Nacht und wir brauchten eine Stunde von zuhause in die Arbeit, wenn wir öffentlich fuhren. Wenn Therese uns mitnahm brauchten wir nur dreißig Minuten mit dem Auto.

In dem Betrieb Finn Schjoll arbeiten insgesamt 8 Leute davon 2 im Büro, die anderen sind als Floristen oder Lieferanten angestellt. Meistens machten wir Gestecke und Vasenfüllungen und von denen immer sehr viele, da es sich fast immer um große Dekorationen handelte. Das coolste Event an dem wir teilnehmen durften war eine riesige Hochzeit die über 4 Tage ging mit verschiedenen Themenabenden. Wenn an den Wochenenden keine Events waren, hatten wir frei. Diese Tage nutzten wir dann um die Stadt zu erkunden, nette Plätze zu finden oder wir verbrachten sie mit unseren neu gewonnenen Freunden."

"Das Praktikum im Ausland war definitiv eine der besten Entscheidungen die ich jemals gemacht habe. Es waren wunderbare 6 Monate und der Abschied ist mir sehr schwergefallen. Ich kann es jedem wirklich nur empfehlen und wenn ich mich nochmal entscheiden müsste, würde ich keine Sekunde zögern und auf der Stelle losfliegen."

 

 

3 MONATE IN IRLAND

Maria berichtet über ihr Praktikum ...

"Mein Praktikum war bis jetzt die schönste Zeit meines Lebens.

Ich musste am Anfang Ställe ausmisten, Tiere füttern, Zaumzeug und Sattel pflegen und Paraic bei seinen Arbeiten mit den Pferden helfen.
Mein Tag startete um 8:15 morgens. Da stand ich auf, hatte mein Frühstück und fuhr dann mit Paraic zur Farm. Am Abend kam ich anfangs immer um 19:00 Uhr nach hause, doch mit der Zeit wo die Tage länger wurden, arbeitete ich auch länger. Da wurde es dann auch manchmal 22:00 Uhr. Aber das war für mich gar kein  Problem den ich liebte alles was ich dort tat. Zwei Tage in der Woche hatte ich frei und die wurden immer unterschiedlich aufgeteilt. Da fuhr ich dann einmal nach Gallway und einmal durfte ich mir drei Tage frei nehmen und da besuchte ich meine Freundin Carolin in Sligo.


Eines Tages erzählte ich der Familie, dass ich zuhause Parelli mit Pferden arbeite, dann sagten sie ich dürfe es hier auch gerne machen. So durfte ich mit vielen jungen Ponys arbeiten und meine Arbeit wurde voll und ganz akzeptiert.

Zum Endehin arbeitete ich schon mit acht Ponys/Pferden am Tag.


Die Familie war so unglaublich nett. Jeder einzelne von ihnen. Von der Oma Mary bis zum Baby Harry.


Ich bin so froh das ich dort arbeiten durfte. Ich habe so das Gefühl das mich mein Weg noch ein mal dort hinbringen wird."

EIN SOMMER IN NORWEGEN

Johanna erzählt über ihre Zeit in Norwegen...

 

"Mein Praxisbetrieb hatte die Betriebsparte Milchziegen und war in der Ortschaft Tretten in Norwegen nicht weit weg von Lillehammer.

Meine Hauptaufgabe war das Melken der Ziegen in der Früh und am Abend und in der Zwischenzeit waren unterschiedlichste Arbeiten zu erledigen, wie zum Beispiel das Reparieren der Zäune, das Mähen von Gras, Heu machen, Arbeiten mit dem Traktor, auf die Kinder aufpassen, usw. Alles in allem wurde mir über den Tag nie langweilig, aber ich war auch nicht gestresst.


Der Ort, wo ich mich dann eigentlich den ganzen Sommer über aufhielt war auf der Alm, da wir Anfang Juni den Almauftrieb hatten. Der Sommer auf der Alm war sicherlich eines meiner besten Erlebnisse in meinem Leben, da man dort gemerkt hat, dass man nicht immer alles  braucht, wie rund um die Uhr WLAN, Strom usw... Daher hatte ich gleichzeitig eine sehr erholsame Praxiszeit.


Meine Praxisfamilie hat mich sehr nett aufgenommen und mich wie ein Familienmitglied behandelt und ich fühlte mich in der Familie sehr wohl. Die Freizeit kam natürlich auch nicht zu kurz und ich bekam die Möglichkeit von meiner Praxisfamilie eine Rundreise durch Teile von Norwegen machen zu können, die mir immer in Erinnerung bleiben wird. In meiner restlichen Freizeit genoss ich die umliegenden Berge zum Wandern und die Seen zum Schwimmen.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich es mir nicht besser vorstellen hätte können und ich eine wirklich schöne Praxiszeit in Norwegen genoss."

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